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Wussten Sie, dass das Wattenmeer im Jahr Den Helder am Nullpol beginnt? Unsere Stadt markiert den Beginn eines der einzigartigsten Naturschutzgebiete der Welt. Seit 2009 gehört das Wattenmeer zum UNESCO-Welterbe – und das aus gutem Grund. Das Gebiet ist einzigartig, befindet sich in ständiger Entwicklung und ist für unzählige Tier- und Pflanzenarten lebenswichtig.
Von Den Helder aus betritt man direkt diese dynamische Landschaft. Ein Ort, an dem man die Kraft von Ebbe und Flut unter den Füßen förmlich spüren kann.
Das Wattenmeer ist mehr als nur ein Naturgebiet. Seit 2009 gehört es zum UNESCO-Welterbe und ist damit eines von nur 209 Naturerbestätten weltweit. Es steht damit in einer Reihe mit Ikonen wie dem Grand Canyon und dem Great Barrier Reef.
Das Gebiet erhielt diese Auszeichnung aufgrund dreier einzigartiger Eigenschaften: Seine natürlichen Prozesse sind weltweit unvergleichlich, es ist von entscheidender Bedeutung für die Artenvielfalt und veranschaulicht eindrucksvoll das Zusammenspiel von Natur und Klima. Im Wattenmeer formen Ebbe und Flut, Salz- und Süßwasser, Wind und Wasser still die Landschaft. Eine Landschaft, die sich täglich verändert und so ihre eigene Geschichte erzählt.
Auf dem Pier neben Fort Kijkduin befindet sich der Grenzstein 0: Hier treffen Nordsee und Wattenmeer aufeinander. Dieser Grenzstein markiert den Beginn eines einzigartigen Messsystems, das 1840 von dem Ingenieur Jan Blanken entwickelt wurde.
Entlang der Nordseeküste war jeder Kilometer mit einem Pfahl markiert, um die Küstenerosion zu messen. Was als Ingenieurprojekt begann, hat sich zu einem kulturhistorischen Wahrzeichen entwickelt. Obwohl Rijkswaterstaat das System nicht mehr aktiv nutzt, bleiben die Pfähle als greifbare Erinnerung an unsere Beziehung zum Wasser bestehen.
Zwischen Den Helder und Texel liegt der Razende Bol, auch Noorderhaaks genannt. Eine sich langsam verändernde Sandbank, geformt von Wind und Gezeiten. Aus der Ferne wirkt sie wie eine leere Fläche, doch der Schein trügt. Sie ist ein Schutzgebiet für Vögel, ein Ruheplatz für Robben und eine Kinderstube für Kegelrobben. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man Silbermöwen, Zwergseeschwalben und Sandregenpfeifer. Der Razende Bol zeigt, wie vielfältig und ursprünglich die Natur sein kann.
Schnüren Sie Ihre Wanderschuhe und besuchen Sie die Kuitje: ein frei zugängliches Wattgebiet entlang des Oostoeverweg in Den Helder. Hier erleben Sie das Wattenmeer hautnah, besonders bei Sonnenaufgang, wenn das Licht über das Watt wandert. Nirgendwo in Nordholland ist die Vogelwelt so vielfältig wie in Balgzand. Die Landschaft ist weitläufig und offen, und von den Aussichtspunkten entlang der Ufermauer können Sie den Rhythmus der Gezeiten beobachten.
Bei Flut ziehen Tausende von Vögeln in eleganten Schwärmen zum Deich. Zweimal täglich trocknet das Gebiet aus und gibt so ein reichhaltiges Nahrungsangebot für die Vögel frei: Muscheln, Garnelen und Schnecken. Im Frühling brüten Säbelschnäbler, Seeschwalben und sogar Löffler hier in den Salzwiesen entlang des Deichs. Und im Juli versammeln sich große Schwärme von Brandgänsen zur Mauser – ein beeindruckendes Schauspiel. Geführte Vogelbeobachtungstouren werden monatlich angeboten.
Den Helder ist der ideale Ausgangspunkt, um die Wattenmeerregion zu erkunden. Wattwanderungen, Vogelbeobachtung, Segeln, Fotografieren oder einfach nur Entspannen – hier ist alles möglich. Schwingen Sie sich aufs Rad und folgen Sie der Route vorbei an der Stelling van Den Helder, einer beeindruckenden Festung aus der Napoleonischen Zeit. Fort Kijkduin bietet Ausblicke auf das Watt und einen Einblick in die maritime Vergangenheit der Stadt. Verbinden Sie Natur und Geschichte und entdecken Sie die Kraft der Gezeitenlandschaft in all ihren Facetten.
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