Mit Greifzangen bewaffnet, gingen sie an den Strand. Über 600 Schüler der Gruppen 4 und 5 der Klasse Den Helder sammelten gleichzeitig an drei Stellen entlang der Küste Strandgut.
Es war ein geschäftiger Morgen. Musik hallte über den Strand, und im Sonnenlicht verschwanden Plastik, Dosen, Holz und Seile nacheinander in den Säcken. So entdeckten die Schüler aus nächster Nähe alles, was an ihren eigenen Strand gespült wird.
Die Strandgutsammelaktion ist Teil des „Blue Schools“-Konzepts im Rahmen von Den Helder. In diesem Programm arbeiten Kindertagesstätten, Grundschulen, weiterführende Schulen und Berufsschulen gemeinsam an einem durchgängigen Lernpfad, der sich um das Thema Wasser dreht. So lernen Kinder Schritt für Schritt, welche Bedeutung das Meer für ihre Umwelt hat.
Es bleibt keine isolierte Aktivität. Bestehende Fächer finden zunehmend ihren Platz im urbanen Umfeld. Arithmetik, Sprache und Technologie werden mit Themen wie Meer, Hafen und Küste verknüpft.
In Den Helder ist dieser Kontext vorhanden und kann genutzt werden. Die Stadt ist an drei Seiten vom Meer umgeben, und mit sieben Kilometern Strand ist die Küste nie weit entfernt.
Die am Strand gefundenen Materialien erhalten ein zweites Leben. Gemeinsam mit der Künstlerin Lydia de Loos verwandeln die Schüler ihre Fundstücke in Kunstwerke. Diese sind ab dem 12. Mai in der Ausstellung „Strandschatten“ im Rathaus Den Helder zu sehen.



