Über die (Sand-)Schaufler

Hinter den Sandskulpturen des Zandspektakels Julianadorp steht das Team von WeLoveSand: eine Gruppe kreativer Gestalter mit über 25 Jahren Erfahrung in der Welt der Sandkunst. 

INTERNATIONALE GESELLSCHAFT Das Besondere an WeLoveSand ist, dass das Team aus Sandkünstlern aus aller Welt besteht. Jeder Künstler – oder wie sie sich selbst nennen: Schnitzer – hat seine eigene Spezialisierung. Einer ist ein Experte für Anatomie und versteht es, Menschen und Tiere detailgetreu aus Sand zu formen, während ein anderer sich auf Architektur, Details oder anmutige Formen spezialisiert hat. Gemeinsam bilden sie ein starkes und vielseitiges Team.

Arbeitszufriedenheit im Zentrum WeLoveSand baut große Sandskulpturenausstellungen für öffentliche Veranstaltungen, kreiert aber auch kommerzielle Skulpturen für bekannte Marken wie Red Bull und McDonald's. Darüber hinaus organisiert das Unternehmen Teambuilding-Aktivitäten: Gemeinsam bauen, lachen und etwas Besonderes aus Sand erschaffen. Jedes Mal ein überraschend unterhaltsamer Betriebsausflug!.

MEISTERSCHAFTEN & ERSTE ERFOLGE – Ebenfalls erwähnenswert: Das WLS-Team organisierte mehrere Ausgaben der niederländischen und europäischen Sandskulpturenmeisterschaften. Wer weiß … vielleicht verpassen wir ja eines Tages eine Ausgabe in Julianadorp? Außerdem veranstaltete WeLoveSand mit dem weltweit ersten Sandhotel eine echte Premiere seit Jahren – wie außergewöhnlich ist das denn!

GESCHICHTEN AUS DEM SAND Was dem Team besonders viel Freude bereitet, ist die Arbeit mit Sandskulpturen, die Geschichten erzählen. Und das wird sich bald auch in Julianadorp widerspiegeln. Die Skulpturen werden einen klaren Bezug zum Dorf und der Umgebung haben, mit Beispielen wie Strand und Dünen, Blumen und Blumenzwiebeln, Wassersport, Radfahrern, maritimen Elementen und natürlich der typischen Atmosphäre von Julianadorp selbst.

DAUERHAFT In den letzten Jahren hat WeLoveSand den Fokus verstärkt auf Nachhaltigkeit gelegt. Sand wird, wo immer möglich, wiederverwendet, und wenn niederländische Künstler verfügbar sind, arbeitet das Team bevorzugt mit ihnen zusammen. Muss jemand aufgrund besonderer Expertise oder der spannenden internationalen Mischung eine längere Anreise in Kauf nehmen, versucht WLS, diese geschickt mit mehreren Projekten zu verbinden. Kurz gesagt: Weltweite Erfahrung, hochkarätige Künstler und eine gehörige Portion Enthusiasmus … das verheißt Gutes für Julianadorp!

Seine Liebe zu diesem Beruf begann dank eines Kommilitonen von der Kunstakademie.

Jeroen Anwalt

Jeroen Advocaat ist 48 Jahre alt, stammt aus Gorredijk und ist seit 23 Jahren in der Sandskulpturenszene aktiv. Der niederländische Künstler arbeitet nicht nur mit Sand, sondern auch mit Kürbissen, Eis, Ton und nutzt digitale Techniken. Seine Leidenschaft für dieses Handwerk begann durch einen Kommilitonen an der Kunsthochschule und hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Jeroen hat sich auch bei Wettbewerben einen Namen gemacht und beeindruckende Ergebnisse erzielt, unter anderem beim Sneek-Wettbewerb (niederländischer Meister!) und sogar zweimal beim Rorschach-Wettbewerb in der Schweiz. Nach Julianadorp reist er zu einem Wettbewerb nach Garderen. In seiner Freizeit sieht er gerne Filme und liest Comics – eine wunderbare Kombination aus Fantasie und Abenteuerlust, die perfekt zu seiner Arbeit als Sandkünstler passt.

Künstler und vielseitiger Kreativer, auch hinter den Kulissen

Maxim Gazendam

Maxim Gazendam ist 44 Jahre alt, lebt in Kortenhoef und fertigt seit 1998 Sandskulpturen an. Was einst als lockerer Nachmittagsworkshop begann, entwickelte sich vom Hobby zum Beruf. Neben Sand arbeitet Maxim auch mit Eis und kann bereits einige beeindruckende Titel vorweisen, darunter Niederländischer Meister, Europameister und Preise bei den American Open Championships. Nach Julianadorp reist er weiter nach Garderen in der Veluwe. Neben dem Bau von Skulpturen engagiert sich Maxim zunehmend auch als Ausstellungsorganisator. Konzeption, Organisation, Medien: Er genießt alles, was zu einer Veranstaltung dazugehört. Das macht ihn nicht nur zu einem Künstler, sondern auch zu einem wahren Allround-Kreativen im Hintergrund.

Jede Menge kreative Energie: ein Macher im weitesten Sinne des Wortes.

Wilfred Stijger

Wilfred Stijger aus Pieterburen gehört zu den wahren Veteranen der Sandkunst: Seit 1986/87 fertigt er Sandskulpturen an. Neben Sand arbeitet er auch mit Schnee, Eis, Beton und virtuellem Ton. Seine Faszination für die Kunst begann mit einer Broschüre des Sandkünstlers Pieter Wiersma aus der Bibliothek, obwohl er eigentlich schon vorher begeistert war. Nach dem Projekt in Julianadorp präsentiert er nun eine eigene kleine Sandausstellung in Pieterburen, führt Besucher durch das Watt und nimmt an einem Wettbewerb in Parksville teil. Wilfred sprüht vor kreativer Energie: Er baut gerne Werkzeuge, bastelt im Hobbybereich, malt, erledigt diverse Arbeiten im Haus und zeichnet in 3D mit Rhino und Grasshopper. Ein wahrer Macher im besten Sinne des Wortes.

Neben Sand auch umfangreiche Erfahrung mit anderen Materialien

Wjatscheslaw Iemeljanenko

Viacheslav Iemelianenko ist 53 Jahre alt, ukrainischer Abstammung und lebt derzeit in Krakau, Polen. Seit 15 Jahren arbeitet er als Sandkünstler und verfügt über umfangreiche Erfahrung mit anderen Materialien wie Beton, Bronze, Kunststoff, Metall, Ton, Eis und Schnee. Sein breites Materialwissen spiegelt sich in seinen kraftvollen, technisch versierten und vielseitigen Werken wider. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim Sandfestival in Zandvoort. Sein Interesse an Sand entstand aus der Neugier auf neue Materialien, woraufhin er für ein Skulpturenprojekt in die Niederlande eingeladen wurde. Seitdem ist Sand ein wichtiger Bestandteil seines künstlerischen Schaffens.

Hat im Laufe der Jahre mehr als 20 Preise gewonnen.

Martijn Rijerse

Martijn Rijerse aus Rotterdam ist ein absoluter Veteran seines Fachs. Der 52-jährige Künstler kreiert seit 1996 Sandskulpturen und hat im Laufe der Jahre über 20 Preise gewonnen. Seine Trophäensammlung ist beeindruckend: ein zweiter Platz im Einzelwettbewerb in Rhode Island (USA) 2025, ein erster Platz bei den Niederländischen Meisterschaften in Zandvoort 2021, ein Sieg in Tottori, Japan, und ein Titel bei der Doppelweltmeisterschaft in Federal Way, USA. Neben Sand arbeitet Martijn auch mit Styropor, Polyurethanschaum, Schnee, Eis, Beton und Ton. Seine Karriere begann, als er während seines Architekturstudiums in Delft einen Flyer für einen Sandskulpturenwettbewerb in Scheveningen sah. Er und seine Freunde belegten den letzten Platz, aber der Samen war gesät. Nach Julianadorp gestaltete er die Hauptbühne von Tomorrowland, und danach wartet ein weiterer Wettbewerb in Virginia, USA. Zuhause teilt er sein Leben mit seiner Frau, die er in der Sandkunst kennengelernt hat, ihren drei Kindern, sechs Hühnern und einer Katze. Und wo immer er arbeitet, versucht er stets, die Umgebung laufend zu erkunden. Denn, wie er selbst eindrucksvoll beweist: Sand ist nicht nur Kunst, sondern auch Abenteuer.

Sie verpasste den Zug, sah eine Sandskulptur, der Rest ist Geschichte.

Edith van de Wetering

Edith van de Wetering, Jahrgang 1973, lebt in Pieterburen und arbeitet seit 1991 mit Sand, als sie in Scheveningen damit begann. Neben Sand verarbeitet sie auch Schnee, Eis, Styropor und Beton. Im Laufe der Jahre hat Edith zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Ihren jüngsten Erfolg feierte sie erst im vergangenen November beim Doppelwettbewerb in Siesta Key, wo sie und Wilfred sowohl den ersten Preis als auch den Publikumspreis gewannen. Ihre Geschichte, wie sie zu diesem Beruf kam, ist wunderschön: Sie verpasste einmal in Den Haag einen Zug, sah am Bahnhof eine Sandskulptur entstehen und musste eine Stunde lang zusehen. Am nächsten Tag hing eine Anzeige an der Technischen Universität Delft: Menschen gesucht. Der Rest ist Geschichte. Nach Julianadorp reiste Edith weiter nach Parksville in Kanada, wo sie auch als Wattwanderführerin arbeitet. Und zu Hause? Dort erwarten sie dreißig Hühner, darunter sogar zwei behinderte Hähne; allein das macht ihre Geschichte unvergesslich.

Verliebt in das Material und das Projektleben

Anique Kuizenga

Anique Kuizenga aus Groningen ist 51 Jahre alt und feiert 2026 ein besonderes Jubiläum: ihr 30-jähriges Sandjubiläum. Sie begann 1996 und arbeitet neben Sand vorwiegend mit Schnee und Eis, aber auch Ton, Styropor, Käse und Butter gehören zu ihrem Repertoire. Nach der Geburt ihres Kindes zog sie sich fast vollständig aus dem Wettbewerbsgeschehen zurück und konzentrierte sich hauptsächlich auf kommerzielle Aufträge. 2023 feierte sie jedoch ein erfolgreiches Comeback in der kanadischen Fernsehsendung „Race Against The Tide“, wo sie gemeinsam mit ihrem Partner den ersten Platz belegte. Zuvor hatte sie bereits eine beeindruckende Liste an Preisen gewonnen, unter anderem in Scheveningen, Makkum, Lemmer, Singapur und Valladolid. Anique begann während ihres Kunststudiums mit Sand zu arbeiten, als eine Freundin sie zur Teilnahme am Festival in Scheveningen überredete. Sie verliebte sich sofort in das Material und die Projektarbeit. Nach Julianadorp erwartet sie ihr nächstes Projekt in Deutschland. Im Winter widmet sie sich außerdem ihrer zweiten Leidenschaft: Eisskulpturen. Sie ist beispielsweise seit 16 Jahren Designerin und künstlerische Leiterin des niederländischen Eisskulpturenfestivals und war (gemeinsam mit ihrem Kollegen Alec) Jurymitglied der bekannten Fernsehsendung „IJMEESTERS“ auf SBS6. In ihrer Freizeit reist, wandert, kocht und backt sie gern. Für sie fühlt sich Arbeit daher nicht wie Arbeit an, sondern wie pure Leidenschaft.

Begeistert von Freunden aus der Branche

Roman

Roman ist 46 Jahre alt, ukrainischer Staatsbürger und lebt derzeit in Garderen, Niederlande. Seit sieben Jahren fertigt er Sandskulpturen an und arbeitet darüber hinaus mit Materialien wie Ton, Plastilin, Holz, Bronze, Silber und Gold. Er ist somit ein vielseitiger Bildhauer mit einem breiten künstlerischen Fundament. Bisher hat er selbst noch keine Preise für seine Sandskulpturen gewonnen, doch Freunde aus der Branche ermutigten ihn, sich der Sandkunst zu widmen. Und das mit Erfolg, denn er ist mittlerweile ein geschätztes Mitglied des Teams. Nach dem Projekt in Julianadorp wird Roman seine Arbeit in Garderen fortsetzen. Seine Geschichte veranschaulicht auf wunderbare Weise, wie Leidenschaft manchmal durch andere Menschen geweckt wird und sich schließlich zu einem eigenen Beruf entwickelt.

Seine Stärke liegt nicht unbedingt im Gestalten seiner eigenen Figuren, sondern vielmehr in der Organisation großer Sandprojekte und -veranstaltungen.

Alec Messchaert

Alec Messchaert ist 44 Jahre alt, lebt in Den Haag und arbeitet seit 1999 mit Sand. Er verfügt über 27 Jahre Berufserfahrung. Neben Sand verarbeitet er gelegentlich auch Eis und gewann einst in Russland einen dritten Preis für Eisskulpturen. Gemeinsam mit Anique war Alec Jurymitglied der bekannten Fernsehsendung „IJMEESTERS“ auf SBS6.

Seine Stärke liegt jedoch weniger im Gestalten eigener Sandskulpturen, sondern vielmehr in der Organisation großer Sandprojekte und -veranstaltungen. Alec kam durch seinen Kollegen Lipkje Ferwerda mit der Sandkunst in Berührung, der ihn als Schüler zu einem Projekt mitnahm, bei dem es um den damaligen Europarekord für die höchste Sandskulptur ging. Von da an ging alles rasant: Innerhalb eines Jahres arbeitete er bereits an Projekten in Belgien, Deutschland, Frankreich und sogar China. Viele Jahre später leitet er nun sein eigenes Sandskulpturenunternehmen und hat sein Arbeitsfeld weltweit ausgedehnt – in Ländern wie Kolumbien, den USA, Kanada, Spanien, Rumänien, China, Israel, Indonesien, Russland, Tschechien und vielen anderen.

Er weiß noch nicht genau, was sein nächstes Projekt nach Julianadorp sein wird; auch das gehört zum Job. Er freut sich aber sehr auf ein schönes und nachhaltiges Projekt auf den Kapverden, das er gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung realisieren möchte. In seiner Freizeit segelt Alec gern und arbeitet nebenberuflich als Dozent für Freizeit- und Eventmanagement an einer Hochschule. Dort begeistert er mit großer Freude junge Menschen für die Veranstaltungsbranche.

Internationale Erfahrung und ein stolzer Vater zu Hause

Ferenc Monostori

Der 48-jährige Ferenc Monostori stammt aus Budapest, Ungarn, und kreiert seit 2003 Sandskulpturen. Zuvor und parallel dazu arbeitete er auch mit Bronze und Stein, was die Bandbreite seiner bildhauerischen Erfahrung deutlich unterstreicht. Ferenc hat diverse Auszeichnungen gewonnen, unter anderem bei Festivals in Palanga, Jelgava und Crostal Key sowie bei der Meisterschaft in Fort Myers, USA, wo er den Publikumspreis erhielt. Sein Einstieg in die Welt der Sandskulpturen begann während einer Ausstellung seiner Steinskulpturen in Portugal, wo er zur Teilnahme an einem Sandprojekt der FIESA eingeladen wurde. Nach all diesen internationalen Erfahrungen ist er zu Hause vor allem ein stolzer Vater: Ferenc hat vier Söhne.

Die Zusammenarbeit mit anderen Bildhauern ist vielleicht die schönste Belohnung von allen.

Johannes Hogebrink

Johannes Hogebrink ist 49 Jahre alt, lebt in Amsterdam und hat über 20 Jahre Erfahrung mit Sandskulpturen. Darüber hinaus arbeitet er auch mit Bronze, Stein, Ton und Metall. Er hat zahlreiche Wettbewerbe weltweit gewonnen, oft in Zusammenarbeit mit anderen Bildhauern – etwas, das er selbst vielleicht als die schönste Belohnung betrachtet. Johannes kam eher zufällig zu diesem Handwerk: Auf der Suche nach Arbeit besuchte er einen Sandskulpturenkurs und schloss sich einem Projekt in Brighton, England, an. Seitdem bereist er die Welt, um Skulpturen zu schaffen. Und neben dem Sand hat er eine bemerkenswerte Geschichte zu erzählen: Er drehte einen Film darüber, wie er seinem Hund das Fliegen beibrachte. Dieser Film heißt „De Vliegende Hond“ (Der fliegende Hund) und kann online angesehen werden. Allein das macht ihn zu einem Künstler mit einer ganz besonderen Weltsicht.

Eine unverzichtbare technische Kraft hinter den Kulissen

Sem Loohuis

Sem Loohuis ist 30 Jahre alt, lebt in Den Haag und ist eine unverzichtbare Kraft hinter den Kulissen der Sandkunstszene. Seit sechs Jahren arbeitet er in verschiedenen Projekten im technischen Bereich und ist die rechte Hand vieler Organisationen – eine Arbeit, die oft Monate vor dem ersten Spatenstich beginnt. Aktuell lernt er selbst, Sandskulpturen zu gestalten, unter der Anleitung von Künstlern in Friesland, Belgien und anderen Ländern. Bisher hat er noch keine Preise gewonnen, aber er hat die Europameisterschaft in Belgien mitorganisiert und betreut – eine Erfahrung, an die er sich mit großer Freude zurückerinnert. Seine Partnerin ist ebenfalls in der Sandkunstszene als Eventmanagerin tätig, man kann also sagen, dass Sand und Events ihn fest im Griff haben. Nach Julianadorp wird Sem voraussichtlich in Europa bleiben und Den Haag als Basis nutzen, bevor er später im Jahr nach Kap Verde reist, um dort neue Projekte und Events zu realisieren. Ganz nebenbei: Sem ist eigentlich Physiotherapeut!

Bleiben Sie informiert

Bereits 5.000 Leser erhalten wöchentliche Updates.
Tipps, Veranstaltungen und neue Orte.
Abonnieren Sie unseren Newsletter.