Heim » Überreste in den Dünen: die M219
Wer in Den Helder aufwächst, wächst auch an der Den Helder-Verteidigungslinie auf. Wer hat als Kind nicht in den Dünen und Bunkern gespielt? Diese Kolumne stellt jedes Jahr ein anderes Objekt der Den Helder-Verteidigungslinie vor. Diesmal ist es die M219.
Die M219 besteht aus zwei einzigartigen Bunkern der Seezielbatterie Zanddijk. Sie befinden sich in den Dünen von Julianadorp, nahe dem Strand von Zandloper, in Richtung des Strandpavillons Zee van Tijd. Nur zwei dieser Bunker wurden entlang des gesamten 5.000 Kilometer langen Atlantikwalls errichtet. Der Bunker sollte bis auf den Eingang und das Geschütz vollständig unter dem Sand getarnt sein. Das Geschütz sollte vom Schlachtschiff Gneisenau abgebaut und auf den Kasematten platziert werden. Da die Bunker 1944, gegen Ende des Krieges, gebaut wurden, war das Geschütz nur teilweise installiert. Nach dem Krieg wurden die Bunker zunächst vermessen, dann abgedichtet und unter dem Sand begraben. Viele Jahre lang konnten Jugendliche und Besucher des Café de Zandloper der Versuchung nicht widerstehen, in die Bunker einzubrechen. Schließlich stürzte das Dach des nördlichen Bunkers ein, und eine große Menge Treibsand drang ein. Seit 2014 arbeitet eine große Gruppe Freiwilliger der Stelling Den Helder Foundation daran, den Bunker wieder zugänglich zu machen. Der erste Schritt? Nicht weniger als zwei Lkw-Ladungen Schutt und Sand wurden aus einem der Bunker entfernt. Dort entsteht nun ein Bildungszentrum. Der Bunker auf der Südseite ist derzeit aufgrund der Brutkolonien des Steinschmätzers und der dort lebenden Fledermausart für die Öffentlichkeit gesperrt.

Die M219 kann am Tag der offenen Denkmäler, am Bunkertag und an anderen Tagen besichtigt werden. Termin.
Fotos: Stelling Den Helder Stiftung
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