Der Admiral verleiht der Stadt noch mehr Pracht.

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Ikonisches Gebäude weist Seemann den Weg zu seinem Heimathafen

Nach bemerkenswerten Projekten wie Halte Bellevue in der Spoorstraat (‘Essensstation’) und den markanten Sozialwohnungen in der Spuistraat setzt Niek Kruisheer von Attika Architecten in Den Helder erneut Akzente. Am Donnerstag, dem 7. November, erfolgt der offizielle Startschuss für ein weiteres Highlight im Stadtzentrum: De Admiraal.

De Admiraal ist ein Komplex mit 54 Wohneinheiten, der an den erweiterten Stadtpark angrenzt. Zwölf dieser Einheiten, darunter Einfamilienhäuser und Wohnungen, stehen zum Verkauf. Weitere 42 Wohnungen werden vermietet. McDonald’s eröffnet hier außerdem eine neue Filiale. Auftraggeber ist die Woningstichting/Helder Vastgoed BV.

Amsterdamer Schule

Neben den bereits vorhandenen architektonischen Merkmalen der Amsterdamer Schule erregt der Entwurf aus einem weiteren Grund Aufmerksamkeit: Niek Kruisheer hat zahlreiche Details (Ornamente) integriert, die den maritimen Charakter der Hafenstadt Den Helder verdeutlichen. Für seinen Auftraggeber musste er sich dabei sicherlich nicht zurückhalten.

Kruisheer freut sich darüber. Schon in der Spuistraat brach er sichtbar mit dem Dogma der 1980er-Jahre, dass Ornamente und besondere Details überflüssige Dekoration seien. Ein Gebäude müsse an sich reine Kunst sein, ohne jeglichen Schnickschnack. ’Wir glauben im Gegenteil, dass ein Gebäude durch sein Erscheinungsbild Freude im Alltag bereiten sollte. Besonders dann, wenn man beim Vorbeigehen von dem Anblick fasziniert ist. Ornamente tragen dazu bei.’

Seestern

So stattete Kruisheer die Häuser in der Spuistraat mit Details wie Seesternen aus Beton an den Fassaden und Festmacherseilen um die Türrahmen aus. Diese und weitere Gestaltungselemente verliehen den Sozialwohnungen ein ansprechendes Erscheinungsbild.

De Admiraal wird ebenfalls ein prachtvolles Erscheinungsbild haben, versichert der Architekt. ’Wir wollen ihm die Erhabenheit verleihen, die man vor dem Krieg an zahlreichen Gebäuden des Helderse sah. Der Stil der Amsterdamer Schule ist hier ebenfalls erkennbar. Daneben findet sich aber auch der robuste, solide napoleonische Baustil der alten Willemsoord-Werft. Besonders deutlich wird dies im Eckgebäude an der Spoorstraat, in dem McDonald’s untergebracht sein wird. Als Vorbild diente uns dabei das ehemalige Pumpwerk am Eingang von Willemsoord. So wird es beispielsweise Bogenfenster mit breiten Laibungen (dem Abstand zwischen dem äußeren Mauerwerk und dem Fensterrahmen) aufweisen.’

Heimathafen

Die Admiral wird zahlreiche markante äußere Merkmale aufweisen. So werden beispielsweise etwa auf halber Länge, am sogenannten Akzentgebäude, je ein Backbord- und Steuerbordlicht angebracht. ’Diese werden abends vom Marsdiep aus sichtbar sein. So, als ob man Kurs auf seinen Heimathafen nimmt, was Den Helder für viele ja auch ist.’

Die Detailgestaltung geht sogar noch weiter. ’Über den Eingangstüren werden Rangabzeichen der Marine angebracht, und neben den Türrahmen glasierte Ziegel in Form der bunten Bänder, die Marineangehörige an ihren Uniformen tragen.’ Das erforderte sorgfältige Recherche. ’Wir wollen ja nicht versehentlich russische Schriftzeichen einfügen’, lacht Kruisheer.

Tätowieren

Ebenso bemerkenswert wird das lebensgroße Bild sein, das in das gläserne Treppenhaus des markanten Gebäudes eingraviert wird. Es zeigt einen Seemann mit einem Segelschiff aus dem 19. Jahrhundert auf der Brust. ’Der Seemann blickt dann über den Stadtpark.’ An anderen Stellen des Gebäudes werden Fliesenpaneele mit maritimen Motiven angebracht, beispielsweise mit Darstellungen der alten U-Boot-Jäger im Nassdock der Königlichen Werft.

De Admiraal wird vom Bauunternehmen De Nijs errichtet. Die Fertigstellung des Komplexes ist für Mitte 2026 geplant.

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