Die Renovierung des alten V&D in Het Warenhuys beginnt

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Ein Königreich für die Macht!

‘Ein Pferd, ein Pferd, mein Königreich für ein Pferd!’ So ließ der berühmte englische Dichter Shakespeare einen König in einem seiner Stücke auf dem Schlachtfeld ausrufen. In Den Helder könnte man daraus machen: ‘Macht, Macht, ein Königreich für noch mehr Macht!’ So verzweifelt ist die Lage. Die Überlastung des Stromnetzes, offiziell Netzengpässe genannt, stellt ein enormes Problem für die ambitionierten Neubau- und Sanierungsprojekte der Stadt dar.

Den Anfang macht die Sanierung des ehemaligen V&D-Gebäudes in der Beatrixstraat zum Het Warenhuys. Dort entstehen 36 Wohnungen und fünf Geschäfte. Die Sanierung beginnt im Februar, obwohl derzeit noch unklar ist, ob das Gebäude rechtzeitig mit Strom versorgt wird. Wie ist die Lage? Fünf Fragen an Ton op 't Ende, Immobilienmanager des Auftraggebers Woningstichting/Helder Vastgoed BV.

Ist das Stromnetz wirklich vollständig ausgelastet?

,’Nicht den Großteil des Tages. Das Problem ist die Spitzenlast. Wenn Haushalte und Unternehmen gleichzeitig Strom anfordern, beispielsweise morgens, kann das Netz das nicht bewältigen. Dann fällt der Strom in Teilen der Stadt aus. Das kann schwere Schäden verursachen. Obwohl für den Rest des Tages ausreichend Kapazität vorhanden ist, möchte Netzbetreiber Liander keine weiteren Stromkunden zulassen, um diese Überlastung zu Spitzenzeiten zu verhindern.’

Wie kann es sein, dass es im Het Warenhuys jetzt keinen Strom gibt? Das alte V&D hatte doch Strom, oder?

,’Als wir das alte V&D-Gebäude 2018 kauften, hatte noch niemand etwas von Netzengpässen gehört. Auch nicht vor drei Jahren, als wir das Gebäude vom Stromnetz trennen ließen. Das taten wir unter anderem aus Kostengründen. Die Aufrechterhaltung des Anschlusses kostete uns jährlich einen sechsstelligen Betrag. Damals dachten alle: Wir bekommen den Strom später wieder. Niemand ahnte, dass diese Kapazität nun einfach weg ist.’

Gibt es im Vergleich zur alten Situation einen großen Unterschied? War V&D damals nicht auch ein Kaufhaus mit Wohnungen?

,’Das stimmt, aber sowohl das Geschäft als auch die Wohnhäuser wurden mit Gas beheizt. Die Bundesregierung möchte, dass wir nachhaltiger werden, daher muss jetzt alles mit Strom betrieben werden. Der Strombedarf wird bald deutlich steigen. Außerdem: Damals gab es 22 Wohnhäuser und ein Geschäft; bald werden es 36 Wohnhäuser und fünf Geschäfte sein. Und all diese separaten Geschäfte benötigen jeweils einen eigenen Drehstromanschluss.’

Gibt es keine Alternativen, wie zum Beispiel Solarpaneele, Generatoren oder Batterien?

,’Generatoren verursachen Lärm und Umweltverschmutzung. Das will man nicht im Stadtzentrum. Batteriespeicher sind für ein so großes Gebäude unerschwinglich. Und Solaranlagen erzeugen nicht genug Strom. Ganz abgesehen von der Frage, ob man sie überhaupt ans Stromnetz anschließen darf. Denn auch das wird aufgrund der Netzüberlastung immer problematischer. Darauf stoßen wir bereits bei den Nachhaltigkeitsmaßnahmen für unsere Mietwohnungen.’

Warum will Helder Vastgoed im Februar mit Het Warenhuys beginnen, obwohl derzeit noch ungewiss ist, ob es Strom geben wird?

,’Wir haben viel Zeit mit Abrissarbeiten und der Asbestsanierung des Gebäudes verbracht. Wir wollen den Rohbau nicht länger so stehen lassen. Deshalb beginnen wir nun mit dem Bau, um das Erscheinungsbild der Beatrixstraat weiter zu verbessern. Wir hoffen, dass in der Zwischenzeit in Absprache mit Liander eine Lösung für das Stromversorgungsproblem gefunden wird, sodass nach Fertigstellung ein schönes Gebäude mit Wohnungen und Geschäften dort stehen wird.’

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