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Die Zukunftsvision ist klar: ein Wohngebiet auf dem Helderse-Seedeich, das die Verbindung zwischen Stadt und Meer stärkt. Ein gewaltiges Projekt, das bereits jetzt eine Verstärkung des Deichs erfordert und bei dem viele Beteiligte zusammenarbeiten müssen. Ein Projekt, das auch den Abriss zahlreicher Häuser notwendig macht. Kijmpe Bindinga-Dijk lebte fast sein ganzes Leben am Kanaalweg. Doch kürzlich verkauften er und seine geliebte Simone ihr Haus an die Wohnungsbaustiftung. “Ich wollte hier wirklich nicht weg. Aber keine Stadt profitiert davon, wenn alles so bleibt, wie es ist.”
Kijmpe und Simone machen Platz für Dijkkwartier
Es ist über zwanzig Jahre her, dass er das Haus kaufte, in dem er nun mit Simone und ihrem Mops Varkie lebt. Hinter dem Haus erstreckt sich ein beträchtliches Privatgrundstück. Von seinen elfe bis er 18 Jahre alt ware Er wohnte damals schon am Kanaalweg. “Als wir hierher zogen, befand sich Den Helder gerade in der Endphase der Deicherhöhung. Die neuen Wohnungen wurden dort drüben gebaut.” Lachend fügt er hinzu: “Nun ja, damals waren sie neu. Ich bin jetzt 56, die Wohnungen sind also weit über 40 Jahre alt.” Nach und nach steht die Sanierung selbst an.
Wenn es Projekt Dijkkwartier Als sie mit dem Spielen begannen, wurden sie zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem sich Kijmpe für die Gründung des Beirats anmeldete. “Im Grunde eine Gruppe von Leuten, die sich einbringen wollen, informiert bleiben möchten und ihre Ideen einbringen wollen.”
Er trat der Beratungsgruppe anfangs recht kritisch bei. “Das hat sich jedoch geändert. Ich bin zunehmend begeistert. Positiv kritisch trifft es wohl am besten. Der Plan ist ambitioniert, aber ich verstehe ihn. Wenn man Den Helder vor dem Verfall retten will, ist es unrealistisch, an der Vergangenheit festzuhalten.”
Redewendungen
Er ist sich des Widerstands gegen das Dijkkwartier bewusst. “Ja, dann kommt die Wippe eben auf den Deich!”, fasst er die kritischen Stimmen zusammen. “Immer wird nach mehr Sozialwohnungen geschrien, und dann wendet man sich gegen solch ambitionierte Neubauprojekte. Mir ist aber klar, dass es in Den Helder bereits viele Sozialwohnungen gibt und der neue Plan auch alle rechtlichen Vorgaben erfüllt. Früher sind viele hierhergezogen, weil sie günstiger leben konnten und nur einen geringen Teil ihres Einkommens für Miete ausgeben mussten. Das kann ich gut verstehen, aber es ist nicht unbedingt gut für die Stadt als Ganzes. Ich meine das wirklich nicht böse, aber wenn eine Stadt florieren soll, müssen auch Menschen mit höherem verfügbaren Einkommen dort wohnen. Wenn das Geld in einer Stadt zirkuliert, bleibt sie am Leben. Sonst gehen Restaurants pleite und Geschäfte verschwinden, und die Bewohner suchen sich am Ende sowieso außerhalb der Stadt etwas. Ein lokaler Geldfluss sorgt dafür, dass die Menschen ihre Arbeitsplätze in der Stadt behalten und ihr Geld wieder in die lokale Wirtschaft fließt.’
Kijmpe sieht noch einen weiteren Grund für Neubauten. “Häuser müssen immer strengere Umweltauflagen erfüllen. Wenn man sich die hier stehenden Häuser ansieht, muss man viel Geld in die Sanierung investieren, um sie zukunftsfähig zu machen.“.
Realistisch
Kijmpe und Simone nahmen Kontakt mit der Wohnungsbaustiftung auf. “Nur so können wir das schaffen. Wir müssen sicherstellen, dass Sie zusammenarbeiten.“ in Gesprächsbereitschaft Bleiben. Wir haben schon erlebt, dass Menschen als Letzte in einem zum Abriss vorgesehenen Wohnhaus zurückblieben. Alles andere war verbarrikadiert. So etwas will man nicht. Wenn man realistisch ist und einander ernst nimmt, findet man sicher irgendwo einen gemeinsamen Nenner.”
Inzwischen haben sie eine Einigung mit der Wohnungsbaustiftung erzielt. ’Ein guter Deal, der in angenehmer Atmosphäre abgeschlossen wurde’, resümiert Kijmpe, ohne ins Detail gehen zu wollen. Sie sind inzwischen in ein schönes Haus in Nieuw Den Helder gezogen, nur einen Steinwurf von den Dünen entfernt und mit viel Platz rund ums Haus.
Um zu vermitteln
Zeestad spielt eine wichtige Rolle in der Ausdrücke Stellen Sie sich vor, ein Immobilienentwickler aus der Randstad müsste all diese Häuser aufkaufen, abreißen und neue bauen. Diese Häuser müssten eine hohe Rendite abwerfen, damit ein solcher Unternehmer seine Investition wieder hereinholen kann. Zeestad ist nicht gewinnorientiert, sondern investiert in die Stadt. Ich weiß, dass einige Anwohner das Gefühl haben, Zeestad präge das Straßenbild zu sehr. Aber bedenken Sie: Es gibt keine andere Gruppe, die es wagt, so viel Geld in unsere Stadt zu investieren.“
Kijmpe ist daher nicht der Ansicht, dass Zeestad zu viel Einfluss nimmt. “Nein. Anfangs standen sie mit einem Kaffeewagen auf der Straße, um die Leute anzusprechen und sie zum Informationsabend einzuladen. Das machen sie gut. Die Beteiligung der Anwohner ist sehr wichtig. Zeestad ist eine engagierte Gruppe, die immer besser darin wird, die Menschen mit ins Boot zu holen. Wir haben ein gutes, offenes und ehrliches Verhältnis.”
Moped
Kijmpe verlässt nun endgültig das Viertel, das jahrzehntelang sein Lieblingsplatz in Den Helder war. “Früher bin ich hier mit meinem Moped über den Deich gefahren. Ja, das ist wirklich mein Platz, und es wird weh tun, ihn zu verlassen. Aber wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren in der Stadt passiert ist, muss man zugeben, dass es bergauf geht. Davon bin ich fest überzeugt, und das sollten wir auch weitersagen.”
Kijmpe bastelt gerne an Motoren herum. “Früher bin ich hier mit meinem Moped den Deich entlanggefahren.’
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