Windmühle De Goede Verwachting Den Helder wurde für den Mühlenpreis der VriendenLoterij nominiert. Mit dieser Nominierung rückt ein besonderes Ziel näher: die wiederaufgebaute Mühle soll tatsächlich Getreide mahlen. Hierfür fehlt jedoch noch eine wichtige Komponente: ein Mühlstein.
Warum nominiert?
Die Nominierung dreht sich um den nächsten Schritt für De Goede Verwachting. Die Mühle wurde wiederaufgebaut und bringt ein verlorenes Stück Mühlengeschichte zurück nach Den Helder, ist aber noch nicht funktionsfähig. Mit einem vollständigen Mahlwerk wird die Mühle mehr sein als nur eine markante Silhouette im Stadtbild. Dann kann sie endlich ihre Arbeit aufnehmen.
Insofern passt „De Goede Verwachting“ gut zum „Molenprijs“. Der Preis zeichnet Mühlenprojekte mit einer klaren Zukunftsvision aus. Den Helder ist eine Mühle, die ihre Bedeutung zurückgewinnt: als Ort, an dem Handwerkskunst sichtbar wird, Besucher etwas erleben können und kulturelles Erbe wieder genutzt wird.
Eine alte Silhouette zurück
An dieser Stelle befand sich einst ein Sägewerk, eng verbunden mit der maritimen Vergangenheit von Den Helder. In dem Sägewerk wurde Holz für Schiffe gesägt, die in Willemsoord gebaut und repariert wurden. Somit war das Sägewerk Teil des Arbeitsrhythmus der Stadt, wo Werften, Schiffe und Handwerkskunst zusammenkamen.
Die ursprüngliche Mühle fiel einem Brand zum Opfer. Vor Kurzem wurde De Goede Verwachting als Sägewerk wiederaufgebaut. Damit ist eine verschwundene Silhouette in die Stadt zurückgekehrt. Die Mühle beweist einmal mehr, dass Den Helder nicht nur eine Stadt des Meeres und des Hafens ist, sondern auch eine Stadt mit handwerklicher Tradition und industrieller Geschichte.
Vom Holz zur Maserung
Die alte Funktion als Sägewerk wird nicht wiederhergestellt. Im Erdgeschoss des Sägewerks befinden sich zwei Mietwohnungen. Daher ist nicht genügend Platz vorhanden, um wieder Holz zu sägen.
Dennoch muss De Goede Verwachting wieder in Betrieb genommen werden. Deshalb konzentriert sich die Stiftung nun auf das Mahlen von Getreide. Die Mühle dreht sich bereits, mahlt aber noch kein Mehl. Im Fachjargon der Mühle nennt man das „Fürstendrehen“. Die Flügel sind in Bewegung gesetzt, aber es wird noch nichts produziert.
Zum Mahlen von Getreide wird ein Mühlstein benötigt. Das ist eine beträchtliche Investition. Mit dem Preisgeld der VriendenLoterij Molenprijs möchte die Stiftung diesen Schritt ermöglichen.
Der Molenprijs ist ein nationaler Publikumspreis. Insgesamt wurden fünf Windmühlenprojekte nominiert. Das Projekt mit den meisten Stimmen gewinnt 50.000 Euro für die Umsetzung des Vorhabens. Zusätzlich erhält jede teilnehmende Windmühle einen Euro pro abgegebener Stimme. Für De Goede Verwachting fließt dieses Geld in den Kauf des Mühlsteins.
Bedeutung für die Stadt
Für Den Helder bedeutet dies mehr als nur eine Dreherei. De Goede Verwachting erweckt ein verschwundenes Stück Stadtgeschichte zu neuem Leben und gibt ihm eine neue Funktion. Nicht als exakte Nachbildung der Vergangenheit, sondern als Ort, an dem Tradition, Handwerkskunst und Begegnung zusammenkommen.
Die Windmühle steht zwischen dem Sluisdijkbuurt und dem Visbuurt. Dadurch kann sich das Gebäude zu einem markanten Ort für Anwohner, Schulen und Besucher entwickeln. Ein Ort, an dem man die Vergangenheit von Den Helder spürt, aber auch erkennt, dass das kulturelle Erbe heute wieder eine wichtige Rolle im Leben spielen kann.
Die Abstimmung beginnt im September
Die Abstimmung für De Goede Verwachting beginnt im September. Jede Stimme bringt die Helderse-Mühle ihrem Ziel, ihr eigenes Getreide zu mahlen, näher.



