Julianadorp verdankt seinen Namen einem Brief aus dem Jahr 1909. Über ein Jahrhundert später erinnert eine Sandskulptur der königlichen Familie im Loopuyt-Park an diese besondere Geschichte des Namens. Im Video erklärt Erwin Mosk, warum das Dorf zunächst Loopuytdorp hieß und schließlich den Namen von Prinzessin Juliana erhielt.
Ein Dorf, das aus dem Polder herausgewachsen ist
Das Buitenveld befand sich einst dort, wo heute Julianadorp liegt. Das Gebiet lag außerhalb der Deiche Huisduinen und Den Helder und wurde regelmäßig überschwemmt. Nach dem Bau des Nordhollandkanals und des angrenzenden Deichs im Jahr 1825 entstand der Polder Kögras.
Herr Pieter Loopuyt erwarb den Polder 1849 vom Staat. Im Zentrum des Gebiets wurde eine Schule für die Kinder der umliegenden Bauern gegründet. Um diese Schule herum entwickelte sich allmählich eine Siedlung, die zunächst Loopuytdorp genannt wurde.
Ein Brief an Königin Wilhelmina
Pieter Loopuyt junior empfand es als zu große Ehre, dass das Dorf nach seiner Familie benannt wurde. Nach der Geburt von Prinzessin Juliana am 30. April 1909 unterbreitete er einen anderen Vorschlag.
Am 20. Oktober schrieb er einen Brief an Königin Wilhelmina mit der Bitte, das Dorf Julianadorp nennen zu dürfen. Die Genehmigung wurde bereits am 3. November erteilt. Der Familienname blieb im Loopuytpark, dem Platz im alten Dorfkern, erhalten.
Während des Zweiten Weltkriegs verschwand der Name Julianadorp vorübergehend. Die deutschen Besatzer benannten das Dorf wieder in Loopuytdorp um, da jegliche Bezugnahme auf die Königsfamilie nicht gestattet war. Nach der Befreiung erhielt das Dorf seinen gewohnten Namen zurück.
Mehr als eine Skulptur im Loopuyt Park
Die königliche Familie ist nur eines der Motive, die im Loopuytpark aus Sand dargestellt sind. Um den Musikpavillon herum stehen drei weitere große Skulpturen, die verschiedene Facetten von Julianadorp zeigen. So verwandelt sich der historische Platz in diesem Sommer in eine kleine Freiluftgalerie mitten im Dorf.
Sandkunstwerke finden sich auch an drei weiteren Orten. Im Landal Beach Resort Ooghduyne kann man unter anderem Skulpturen zum Thema Leben mit dem Wind bewundern. Dort befindet sich auch der Entwurf des Gewinners eines Zeichenwettbewerbs, der von Sandkünstlern als wahres Kunstwerk umgesetzt wurde.
In der Strandbar Zee van Tijd wird die Sandkunst in einem besonderen Rahmen präsentiert. Für die Skulpturen wurde spezieller Sand an den Strand gebracht.
Erstelle deine eigene Radroute
Es gibt keinen festgelegten Startpunkt. Sie können entweder einen der vier Orte besuchen oder Ihre Route selbst zusammenstellen. Mit dem Fahrrad dauert die gesamte Runde etwa ein bis anderthalb Stunden, je nachdem, wie lange Sie sich die Kunstwerke ansehen.
Unterwegs durchqueren Sie verschiedene Teile von Julianadorp: vom alten Ortskern und dem Naherholungsgebiet um Ooghduyne bis zum Strand. Entlang der Strecke und in der Umgebung gibt es zudem zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. So lässt sich die Rundfahrt ideal mit einer Kaffeepause, einem Mittagessen oder einem Besuch am Meer verbinden.
Wer alle Standorte besucht, sieht mehr als nur eine Sammlung einzelner Kunstwerke. Die Skulpturen offenbaren verschiedene Facetten von Julianadorp: den einzigartigen Namen, die Polderlandschaft, das Leben mit dem Wind und die Lage am Meer.
Sehen Sie sich die Sandkunst selbst an.
Die Sandskulpturen des Zandspektakels Julianadorp sind frei zugänglich und können bis zum [Datum einfügen] besichtigt werden. Mitte August. Sie können die vier Orte mit dem Fahrrad besuchen oder selbst entscheiden, welche Orte Sie kombinieren möchten.



