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Chris & Mitch Riedijk-Appelman

"Wenn man hier im Garten sitzt, merkt man gar nicht, dass man mitten in der Stadt wohnt. Aber sobald man vor die Tür tritt, findet man alles, was man braucht."

Chris und Mitch Riedijk-Appelman wohnen mit ihrem Hund Guus in der Spoorstraat Helderse. Ein Teil der Innenstadt, der in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Wandlung durchgemacht hat.

Chris ist in Jutter geboren und aufgewachsen. Irgendwann zog er nach Amsterdam. “Ich habe dort etwa neun Jahre gelebt, insgesamt aber fünfundzwanzig. Das Leben dort ist schnelllebig und hart. Als ich dorthin ging, war Amsterdam mein Ein und Alles, aber irgendwann …“ Ich sehnte mich nach Frieden, Sauberkeit und Ordnung. Bezahlbarkeit und Zugänglichkeit spielen ebenfalls eine Rolle. Eigentlich wollte ich nur einen guten Job, ein schönes Haus und nicht jedes Mal 45 Minuten mit der Straßenbahn fahren müssen, um irgendwohin zu kommen. Viele denken, Den Helder sei weit weg, aber wenn wir mal nach Amsterdam wollen, sind wir fast genauso schnell da wie Leute, die von einem Ende der Stadt zum anderen fahren müssen.”

Mitch wohnte in Heerhugowaard. Er kam wegen Chris nach Den Helder. “Am Ende der Welt rechts abbiegen’, pflegten wir zu sagen. Einfach, weil wir nie diesen Weg fuhren. Ich studierte in Haarlem und arbeitete in Alkmaar, hatte also keinen Grund, in den Norden zu reisen. Trotzdem passte es sofort. Ich arbeite im Gastgewerbe, wo es immer hektisch zugeht. Und dann ist die Ruhe hier einfach herrlich. Außerdem arbeite ich abends und Chris tagsüber. Wenn wir zusammen frei haben, genießen wir es, einfach zu Hause zu sein.”


Angenehm

Das Haus ist ein schick eingerichtetes Reihenhaus im Hotelstil, das erst wenige Jahre alt ist. Mitch und Chris sind die zweiten Besitzer. Vor Kurzem haben sie einen großzügigen Anbau und einen neuen Garten hinzugefügt. Sie müssen also im Grunde nirgendwo mehr hin. Chris: ‘Früher sind wir regelmäßig ausgegangen, aber Corona hat dem ein jähes Ende gesetzt. Wir haben die Schlüssel für dieses Haus im März 2020 bekommen, eine Woche vor dem ersten Lockdown. Mit der Hilfe von Familie und Freunden sind wir blitzschnell eingezogen.’ Danach war dieses Haus ihr Ein und Alles. Mitch: “Ich arbeite im Gastgewerbe, also saß ich die ganze Zeit zu Hause. Chris ist Manager im Hotel Heerenloo. Er hatte Online-Meetings im Gästezimmer. Trotzdem war es keine schlechte Zeit für uns. Wir waren viel mehr zusammen als sonst und konnten zum Beispiel einfach zusammen Mittagessen gehen.” Chris: “Wir haben auch viel gespielt und online Zumba-Kurse besucht. Als der Herbst begann, hatten wir den Weihnachtsbaum schon aufgestellt und fast dreimal die Woche ein Weihnachtsessen improvisiert. Es war richtig gemütlich.’ Mitch: ”Und natürlich hatte ich Zeit, das Haus schön zu dekorieren.“ Sie sind froh, dass sie genau zu diesem Zeitpunkt umgezogen sind. Mitch: ”Unser vorheriges Haus war viel kleiner. Wir wären da verrückt geworden.“ Chris: ”Oder stellt euch vor, wir hätten in Amsterdam gewohnt.“. Für den Preis dieses Hauses hätten wir im dritten Stock dort hinten gewohnt. Dann hätten wir es viel schwerer gehabt.”


Gesicht

Als Mitch und Chris dieses Haus ins Auge fassten, rechneten sie nicht sofort damit, dass es für sie machbar sein würde. Chris: “Das ist viel zu teuer für mich”, dachte ich. “Aber es lief viel besser als erwartet. Dann schossen die Hauspreise wegen Corona in die Höhe. Deshalb hatten wir letztes Jahr einen Termin mit unserem Finanzberater. Wir wollten unsere Terrassenüberdachung umgestalten. Es stellte sich heraus, dass wir noch so viel finanziellen Spielraum hatten, dass wir sogar einen Anbau bauen konnten.” Den Garten kümmerten sie sich gleich mit. Chris: “Er war nach der Renovierung natürlich total verwahrlost, also habe ich ihn zusammen mit meinem Schwiegervater komplett neu gestaltet. Terrasse, Rasen, Pflanzen und eine Außenküche aus den Fliesen der Terrassenüberdachung.” Mitch: „Wenn man sieht, wie viel Platz wir hier haben – einen Garten und einen Carport, mitten in der Stadt – das ist wirklich fantastisch.“

Chris und Mitch haben die Stadt in den letzten Jahren verändert gesehen. Neubauten, Gebäudesanierungen und Stadterneuerungsmaßnahmen haben Den Helder ein anderes Gesicht gegeben. Und das zieht Leute von außerhalb an. Chris: “Deshalb erwarte ich, dass einige schöne Gastronomiebetriebe eröffnen. Wir haben zwar schon ein paar nette Lokale; Carmel ist eine tolle Bereicherung, Nozems auch und natürlich Fort Westoever, aber Willemsoord konzentriert sich eher auf ein jüngeres Nachtleben. Ich würde mir wünschen, dass es ein paar dieser netten kleinen Pubs oder großen Cafés gäbe, um das Zentrum über die Spoorstraat besser mit Willemsoord zu verbinden.” Mitch: “Aber der Unterschied zu vor sieben Jahren, als ich hierhergezogen bin, ist enorm. Es ist viel angenehmer, hier herumzulaufen.” Chris fügt hinzu: “Genau. Die Bezahlbarkeit ist natürlich schön. Aber es braucht auch etwas Charakter.”


Charme

Haben die Männer auch Lieblingsplätze? Mitch lacht: “Zuhause!” Dann: ”Wenn wir Feierabend haben, frühstücken wir gern im Halte Bellevue, und Chris kocht total gern, deshalb geht er auch so gern auf den Markt.“ Chris: ”Ja, und ins Einkaufszentrum in Nieuw Den Helder. Früher bin ich da nicht so gern hingegangen, aber das Viertel hat sich auch total verändert.“ Später: ”Was mir dort und auch in unserer Innenstadt auffällt, ist, dass die Viertel nicht mehr so stark voneinander getrennt sind. Früher gab es Wohngebiete mit Eigentumswohnungen und Sozialwohnungen, die Viertel im Stil von Amsterdam Süd und die Arbeiterviertel. Ich würde mich in keinem von beiden wohlfühlen, aber ich finde diese Mischung wunderschön. Menschen, die ganz unterschiedlich sind und sich einfach nett unterhalten. Das macht den Charme der Stadt aus.“ Und was noch? „Wir gehen regelmäßig mit dem Hund spazieren, und da mag ich den Deich besonders gern.“. Diese Woche sind wir durch die Dünen und am Strand entlang gewandert. Wir haben das einfach, und wir nehmen es tatsächlich als selbstverständlich hin. Mitch bemerkt das manchmal, während er im C'est la Vie, dem Restaurant des Beatrix Hotels in Huisduinen, arbeitet. Menschen von außerhalb empfinden diesen Ausblick als etwas ganz Besonderes.”Mitch: “Von dort aus kann man die gesamte Küstenlinie sehen, Texel, Fort Kijkduin und die Dünen. ‘Den Helder hat es wirklich drauf’, höre ich oft. Und ja, das stimmt.”


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Wohnhaft in
Der Helder
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